Und hier mein zweiter Beitrag zu dem durch das
Blog Medienjournal
ausgerichteten "Media Monday", bei dem jeweils montags ein Lückentext
veröffentlicht wird, den jeder, der sich dazu berufen fühlt, ausfüllen und auf seinem Blog hochladen kann.
Wie gewohnt sind meine Antworten fett hervorgehoben, normal formatiert ist der Originaltext des
Medienjournals. Weitere Informationen zu der Idee und den Hintergründen finden
sich hier.
Im Folgenden meine Bearbeitung des heute veröffentlichten Lückentextes:
"Get the Gringo" (Alternativtitel: "How I Spend My Summer
Vacation"; USA 2012; Regie: Adrian Grundberg)
Wieder einer dieser Filme, in denen die Protagonisten keine
Namen tragen, sondern nach ihrer Funktion benannt sind. Und wieder einer dieser
Filme, in denen sich ein männlicher Held, diesmal Mel Gibson, durch die Unterwelt
prügelt und schießt. Der leicht variierte Plot geht diesmal wie folgt: Nach
einem blutigen Banküberfall flieht "Driver" (Mel Gibson) über die
mexikanische Grenze. Dort nehmen die Federales dem Fluchtwagenfahrer nicht nur seine
Beute ab, sondern schieben ihn in den gigantischen Gefängniskomplex "El
Pueblito" ab, wo er sich selbst überlassen ist. Nur durch die Hilfe eines
10-jährigen Jungen (Kevin Hernandez als "Kid"), gelingt es dem Gringo,
zu überleben. Als er erfährt,
Eine
äußerst lobenswerte Institution ist der "Media Monday" (vor 2011:
"Movie Monday"), der aktuell durch das Film- und Bücher-Blog Medienjournal
ausgerichtet wird und über den ich kürzlich durch das sehr
lesenswerte Blog Filmforum Bremen
gestolpert bin. Die
Idee ist so einfach wie in der fragmentierten deutschen Film-Blogosphäre gemeinschaftsstiftend
– und daher prinzipiell begrüßenswert – und hier der Einfachheit halber qua
Zitat der Website des Medienjournals umrissen:
"The Best Offer – Das höchste Gebot" ("La migliore offerta"; Italien 2013;
Regie: Giuseppe Tornatore)
Virgil Oldman (Geoffrey Rush) besitzt alles und
hat doch nichts: Der 63-jährige Auktionator diniert in den feinsten Restaurants,
feiert berufliche Erfolge und erweitert mit Hilfe seines Komplizen Billy
(Donald Sutherland) Stück für Stück seine eindrucksvolle Kunstsammlung. Doch
Oldman ist ein einsamer Sonderling, der sich von seiner Umwelt abkapselt und
seine halblegal erworbenen Kunstschätze nur im Geheimen genießen kann. Erst als
die mysteriöse Claire (Sylvia Hoeks) ihn bittet, ihren Familienbesitz zu
schätzen und zur Versteigerung zu bringen, beginnt Oldman, sich dem Leben zu
öffnen. Er meint, in der jungen Frau eine Seelenverwandte gefunden zu haben –
und verstrickt sich in eine Affäre, bei der nichts ist, was es scheint.
Mit "The Best Offer" hat der italienische
Regisseur Giuseppe Tornatore – hierzulande vor allem bekannt für seine etwas
sentimentale Ode an das Kino "Nuovo Cinema Paradiso" ("Cinema
Paradiso"; 1988) – einen im besten Sinn altmodischen Mystery-Thriller
inszeniert:
"Die
Dinge müssen sich wandeln, damit alles bleibt, wie es ist", wusste schon der Fürst aus
Viscontis (bzw. Giuseppe Tomasi di Lampedusas) "Il Gattopardo".
Nun ist es tatsächlich soweit: Soeben habe ich nach dem Besuch der Münchner Pressevorführung von Bryan Singers "Jack and the Giants" die neue Ausgabe der "Splatting Image", Heft 93, aus meinem Email-Posteingang gefischt und geöffnet: erstmals - und ab jetzt ausschließlich! - digital im PDF-Format publiziert. Der erste Eindruck: Auch in ihrer digitalen Ausgabe ist die "Splatting Image" weiterhin ein wahres Füllhorn an filmgeschichtlich relevanten und bislang unterschlagenen Themen, ohne jedoch den Bezug zu bedeutenden Tendenzen
Harald Steinwender, Dr. phil., geboren 1977, Studium der Filmwissenschaft, Publizistik und Philosophie in Mainz.
Während des Studiums und danach Arbeit als freier Autor, Drehbuchlektor und Übersetzer. Beiträge u.a. für Splatting Image, Screenshot, Film-Konzepte, MEDIENwissenschaft (Print); www.ard.de, www.br.de, www.filmgazette.de (Online), KinoKino (TV) sowie für filmwissenschaftliche und -historische Sammelbände und Nachschlagewerke.
Promotion 2009 mit der Studie „Sergio Leone – Es war einmal in Europa“ (Bertz+Fischer, 2009, 2. Aufl. 2012).
Ab 2010 redaktioneller Mitarbeiter und freier Redakteur im Programmbereich Spiel – Film – Serie und in der Kinoredaktion des Bayerischen Rundfunks (BR) in München. Dramaturgische Mitarbeit u.a. bei „Let’s go!“ (2014, TV), Koproduzent bei „Alles Inklusive“ (2014, Kino) sowie Redaktion bei „Mitten in Deutschland: NSU – Die Ermittler: Nur für den Dienstgebrauch“ (2016, TV) und dem Dokumentarfilm „Der NSU-Komplex“ (2016, TV).
Seit 2016 Redakteur und Programmplaner für die beim BR angesiedelte 3sat-Koordination der ARD.